News | RehaIngest | 07. Juli 2020

RehaIngest kann bei Trachealkanülenmanagement helfen

Im Rahmen einer Pilotstudie des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) konnte aufgezeigt werden, dass Langzeitmessungen mit RehaIngest bei der Entscheidung hilfreich sein kann, ob ein Luftröhrenschnitt notwendig ist oder ob eine bereits bestehende Kanüle entfernt oder geändert werden sollte. Nach einem Schlaganfall besteht in der Regel ein hohes Risiko, eine schwere Schluckstörungen zu entwickeln. Um Komplikationen zu vermeiden, muss oft eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) durchgeführt werden. Je nach Ausmaß der Störung erhält der Patient vorübergehend oder dauerhaft eine Trachealkanüle, die die Atemluft direkt in die Luftröhre leitet.

Bislang werden vor allem bildgebende Verfahren wie die Endoskopie (FEES) oder die Videofluoroskopie (VFSS) als Entscheidungshilfen eingesetzt. Mit diesen Methoden lassen sich allerdings nur Momentaufnahmen des Schluckvorgangs bewerten. Nicht selten ändert sich das Verhalten der Patienten, wenn diese ihre Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Schluckuntersuchung fokussieren. Mit RehaIngest ist es möglich, das Schlucken über die Momentaufnahme hinaus bis zu sechs Stunden aufzuzeichnen und zu beurteilen.

Studie belegt Vorteil von Langzeitschluckmessung

Mit der Pilotstudie wurde überprüft, ob auf Basis einer Langzeitmessung mit RehaIngest eine Entscheidung für oder gegen das Einsetzen oder den verlängerten Einsatz einer Trachealkanüle gefällt werden kann. Um dies zu untersuchen, haben die Forscher des UKB bei 13 Patienten eine Langzeitmessung mit RehaIngest und direkt im Anschluss eine endoskopische Untersuchung durchgeführt. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen eine Übereinstimmung der gemessenen Parameter der Langzeitmessung (Ausmaß und Geschwindigkeit der Kehlkopfhebung) und den Empfehlungen der für eine endoskopische Schluckuntersuchung.

Auch wenn aufgrund der kleinen Patientengruppe noch keine allgemeine Aussage möglich ist, konnten die Vorteile einer Langzeitmessung bereits festgestellt werden. Patienten können ohne großen Aufwand unter realen Bedingungen hinsichtlich ihrer Schluckfähigkeit beurteilt werden. RehaIngest ist zudem einfache bedienbar und ermöglicht einen neuen Blick auf Schluckstörungen. Eine Folgestudie mit einer größeren Population ist bereits in Arbeit.

Den ausführlichen Artikel „Pilotstudie zur Langzeitmessung des Schluckens – im Trachealkanülenmanagement bei neurologischen Patienten“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe der forum:logopädie.

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